Feuerwache besetzen (Ausfall Notruf)

Durch einen großflächigen Ausfall der Notruf-Nummern 110 und 112 alarmierte die Integrierte Leitstelle zum Besetzen aller Feuerwehrhäuser im Kreisgebiet. Gegen 05:30 Uhr wurde dies für alle Abteilungsfeuerwehren in Wiesloch und den Stadtteilen umgesetzt. Um bei einem längerfristigen Ausfall die Maßnahmen vorzubereiten und koordinieren zu können, kam ein Stab aus der Gesamtwehr und den Abteilungsfeuerwehren, des Ordnungsamts und Bürgermeister Sauer zusammen. Noch während der Sitzung konnten die Maßnahmen zurückgefahren werden, da der Ausfall zwischenzeitlich behoben war.

Weiterführende Informationen:

Stadt Wiesloch informiert
>> Für den Notfall gut aufgestellt
<<

In den frühen Morgenstunden des 11. Novembers fielen quasi bundesweit die beiden Notrufnummer 110 und 112 aus. Die Bürgerinnen und Bürger wurden mittels der Warn-Apps KatWarn und NINA informiert. Auch die Presse reagierte prompt mit der Weitergabe der Information über Radio, Fernsehen und die sozialen Medien.
In Wiesloch wurden sämtliche Abteilungen der Gesamtfeuerwehr Wiesloch gegen 05:30 Uhr zum Besetzen der Stadtteil-Feuerwachen alarmiert. Im Feuerwehrhaus Wiesloch hatte sich ein Stab aus der Feuerwehrführung, BM Ludwig Sauer und Ordnungsamt gebildet.
Wenn die Nicht-Erreichbarkeit weiterhin bestanden hätte, hätte die Stadt Wiesloch über alle ihr zur Verfügung stehenden Medien diesen Ausfall natürlich ebenfalls kommuniziert und folgende Angebote, die dann auch bei ähnlich gelagerten Fällen gelten würde, veröffentlicht:
Bei einem flächigen Ausfall des Notrufs kann sich die Bevölkerung an die ihnen bekannten Rufnummern der Feuerwehrhäuser wenden: Nummer der Feuerwehrhäuser (NUR im Notfall besetzt)

  • Wiesloch: 06222/9295-0
  • Baiertal: 06222/75527
  • Frauenweiler: 06222/75528
  • Schatthausen: 06222/4706

Außerdem können sich die Bürger*innen an das Polizeirevier Wiesloch wenden, 06222/57090“
Bei größeren Katastrophen- Szenarien würden dann natürlich ebenfalls Hotlines über das Rathaus und die Ortsverwaltungen besetzt werden.
„Den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gebührt ein großer Dank für die Einsatzbereitschaft“, so Bürgermeister Ludwig Sauer, „Wir werden weiterhin alle gemeinsam für derartige Szenarien trainieren und Pläne bereithalten, damit sich die Bevölkerung auch in einer Notsituation so gut es geht, sicher fühlen kann. “ Sein Appell geht aber ebenfalls an jeden einzelnen Bürger und Bürgerin, sich selbst mit Notfallszenarien vertraut zu machen und selbst gewappnet zu sein, „die Warn-Apps sind hier eine gute Hilfe“. Außerdem wirbt der Bevölkerungsschutz auch aktuell mit einer medialen Kampagne für den Eigenschutz im Katastrophenfall. Link zum BBK

Küchenbrand

Derzeit hat es die Gesamtfeuerwehr Wiesloch mit einer kleinen Einsatzserie zu tun. Bereits zum fünften Mal binnen 36 Stunden alarmierte die Integrierte Leitstelle Heidelberg / Rhein Neckar Kreis (ILS) zu einem Einsatz im Stadtgebiet. Am Sonntagvormittag wurde der ILS ein Zimmerbrand in einem Objekt in der Hauptstraße gemeldet. In einem als Gaststätte und Hotel genutzten Gebäude war es im Bereich der Küche zu einem größeren Feuer gekommen.

Die Abteilungsfeuerwehr Wiesloch, die mit dem Löschzug wenige Minuten nach der Alarmierung in der Fußgängerzone eintraf, kamen bereits einige Personen aus dem Gebäude entgegen. Aus den Fenstern im Erdgeschoss drangen dichte schwarze Rauchwolken. Unmittelbar nach der Ankunft begaben sich zwei Trupps zur Brandbekämpfung in der Küche im Erdgeschoss beziehungsweise zur Absuche des Hotelbetriebs im Obergeschoss. Im Obergeschoss konnten keine Personen mehr angetroffen werden. Zwei verletzte Personen, die sich eigenständig ins Freie gerettet hatten, wurden derweil vom Rettungsdienst medizinisch betreut.

Unterstützt von den Abteilungsfeuerwehren Frauenweiler und Baiertal wurde das Gebäude mit weiteren Kräften unter Atemschutz gründlich durchsucht und parallel eine Überdruckbelüftung eingeleitet. Der Wieslocher Ortsverein des DRK kümmerte sich derweil um die Betreuung der Hotelgäste und löste mit der Schnelleinsatzgruppe Brand den Regel-Rettungsdienst heraus, um die Absicherung der Einsatzstelle sicherzustellen. Durch die Polizei wurden die Ermittlungen vor Ort und die Eigentumssicherung eingeleitet. Einen Eindruck der Einsatzmaßnahmen verschafften sich der Wieslocher Oberbürgermeister Dirk Elkemann und der stellvertretende Kreisbrandmeister Kurt Lenz. Nach rund zwei Stunden konnten die Arbeiten vor Ort beendet werden.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mannheim (presseportal.de)

Zimmerbrand

Zum Wochenbeginn wurden die Feuerwehrabteilungen Wiesloch, Frauenweiler und Baiertal zu einem langwierigen Einsatz gerufen. In der Ringstraße war am Montagvormittag ein Zimmerbrand in einem Mehrfamilienhaus ausgebrochen, der die Feuerwehrkräfte und weitere Behörden und Organisationen bis weit in den Nachmittag beschäftigte.

Als die Feuerwehr an der Einsatzstelle eintraf, hatten sich die Bewohner des betroffenen Gebäudes bereits in Sicherheit gebracht. Mehrere Atemschutztrupps begaben sich in das Innere des Hauses, aus dessen Rückseite Flammen ins Freie schlugen und dichter schwarzer Rauch drang. Bereits wenige Minuten, nachdem die Brandbekämpfung von zwei Seiten eingeleitet wurde, konnte der Brand gelöscht und „Feuer schwarz“ gemeldet werden. Anschließend wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt, die Räumlichkeiten belüftet und nach unentdeckter Brandausbreitung kontrolliert sowie Brandschutt ins Freie verbracht. Bei diesen Maßnahmen konnte Gasgeruch wahrgenommen und gemessen werden. Aus diesem Grund wurde der zuständige Energieversorger hinzugezogen, der die Messungen der Feuerwehr bestätigte. In kleinteiliger Arbeit konnte durch den Versorger der Erdgas-Hausanschluss freigelegt und das bereits stromlos geschaltete Gebäude auch von der Gaszufuhr abgeschottet werden. Während dieser Zeit wurden die Ringstraße und ein rückseitige Weg großflächig abgesperrt. Durch die Feuerwehr wurde das Gebäude am Nachmittag an die Polizei übergeben, die entsprechende Ermittlungen einleitete.

Weiterführende Informationen:

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mannheim (presseportal.de)

Bericht der Rhein-Neckar-Zeitung (rnz.de)

Bericht Mannheimer Morgen (morgenweb.de)

Feuerwehr hat alle Hände voll zu tun

Nicht nur die vielen Einsätze halten die Ehrenamtlichen in Atem

Bei 26 Einsätzen waren die Frauen und Männer der Abteilungsfeuerwehr Wiesloch seit Ende Mai gefragt. Damit wurde die Einsatzmannschaft in den zurückliegenden drei Wochen mehr als einmal täglich alarmiert. Darüber hinaus standen mehrere Veranstaltungen, Arbeitssitzungen, die Ausbildung der Einsatzmannschaft und die Wettkampfvorbereitung der Jugendfeuerwehr auf dem Plan. Alles ehrenamtlich, versteht sich.

Gerade erst hatte die Feuerwehr den schönen aber sehr arbeitsreichen Mai, mit dem Tag der Helfer und dem Zeltlagerwochenende hinter sich gebracht. Doch wer nun ein Durchatmen erwartete, sah sich nicht bestätigt. Am Monatsende startete eine sehr arbeitsreiche Zeit, die auch drei Wochen nach ihrem Beginn nicht enden zu wollen scheint. Den Auftakt der Serie bildeten eine Notfalltüröffnung und ein PKW-Brand am 26. Mai. Es folgten ein Brandmeldealarm und zwei Umwelteinsätze, als Öl in den Leimbach eingetreten war und schnell beseitigt werden musste. Weitere Brandalarme, Alarmierungen zu technischen Hilfeleistungen, ein weiterer Umwelteinsatz und eine Tierrettung schlossen sich die Tage und Wochen danach an. Fast alles, was das breite Einsatzspektrum der Feuerwehren abbildet, war gefordert. So mussten die Helfer zum Monatswechsel bei einem schweren Verkehrsunfall in Schatthausen tätig werden. Drei der vier Abteilungsfeuerwehren befreiten dort den eingeschlossenen Fahrer aus seinem verunfallten Wagen. Alleine rund um Fronleichnam musste die Feuerwehr ein halbes Dutzend Mal ausrücken, wobei sie einer erkrankten Person mit einem Drehleiter-Transport halfen und kurz nach Mitternacht zu einem vermeintlichen Kellerbrand gerufen wurde. Eher kurios war eine technische Hilfeleistung, die aufgrund eines eingeklemmten Fingers notwendig wurde. Ein spielendes Kind blieb mit seinem Finger in einer ausrangierten Kuchenform stecken und musste aus dieser Zwangslage ganz behutsam befreit werden.
Während der Jubiläumsfeierlichkeiten der Nachbarwehr Walldorf blieben die Funkmeldeempfänger ebenso nicht still. Gemeinsam mit der Feuerwehr Reilingen stellte die Wieslocher Abteilungswehr die Einsatzbereitschaft für die Astorstadt sicher. Während dieser Zeit ereigneten sich Brandmeldealarme im Walldorfer Gewerbegebiet Süd und in St. Leon-Rot, wohin die Walldorfer Wehr regulär mit ihrem Hubrettungsfahrzeug ausrückt. Beide Fälle stellten sich jedoch schnell als Fehlalarme heraus. Weitere Kleinbrände und Brandmeldealarme wechselten sich mit einer Tierrettung ab. Hier musste Jungmardern geholfen werden, die in einen Lichtschacht gefallen waren. Auch im WieTalBad war die Arbeit der Feuerwehr gefragt. Dort kam es am vergangenen Donnerstag zu einem Defekt der Wasseraufbereitung, wodurch sich das Technikgebäude mit Chlordämpfen angereichert hatte. Zum Wochenbeginn riefen die Funkmeldeempfänger zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A6. Am Ende eines Rückstaus ereignete sich ein Auffahrunfall, bei dem ein LKW-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt wurde. Die Feuerwehr befreite den Mann mit hydraulischem Rettungsgerät, sodass er nach kurzer Zeit in Richtung Klinik transportiert werden konnte. Die letzten Einsätze wurden durch eine Ölspur, einen Scheunenbrand in Mühlhausen und einen Verkehrsunfall in der Meßplatzstraße nötig, bei dem man unter anderem Verletzte versorgte.
„Ich bin froh und dankbar, dass trotz dieser Einsatzbelastung die Ehrenamtlichen immer noch mitten in der Nacht aufstehen“, stellt Abteilungskommandant Jürgen Bodri fest. „Den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, zu den Einsätzen gehen lassen, danke ich sehr.“

Um während des Einsatzdienstes schnell und zielführend handeln zu können, stand auch während der zurückliegenden Zeit die Ausbildung der Kräfte nicht still. In Halbtageseinheiten übte die Mannschaft Taktik und Technik bei der Brandbekämpfung und kam dabei ordentlich ins Schwitzen. Während des hochsommerlichen Wochenendes vom 6. und 7. Juni wurden die Handgriffe bei Bränden verinnerlicht und eine gemeinsame Übung in der Innenstadt durchgeführt. Dem nicht genug, wartete man der Nachbarwehr Walldorf bei deren Jubiläumsfeierlichkeiten auf und besuchte zahlreiche Feuerwehrfeste in der Umgebung. Der Nachwuchs trainierte derweil dreimal wöchentlich für die höchste Auszeichnung innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr. Regulären Arbeitssitzungen folgte am vergangenen Wochenende ein gemeinsamer Besuch bei der Interschutz-Messe in Hannover.

Auch Bürgermeister Ludwig Sauer dankt den Frauen und Männern für das große Engagement der letzten Tage. Bei einem Teil dieser Einsätze, insbesondere bei dem schweren LKW-Unfall auf der Autobahn, konnte er sich selbst davon überzeugen, wie professionell die Helfer vorgehen und wie die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Hilfsdiensten klappt. Ebenso beeindruckt ihn, dass viele der jüngeren Helfer zusätzlich als Betreuer in der Jugendfeuerwehr mitwirken und somit ihre Erfahrungen weitergeben und den Kindern und Jugendlichen gute Vorbilder sind. Wie Abteilungskommandant Bodri ist auch er den Arbeitgebern sehr dankbar, die die Helfer für die vielen Einsätze freistellen. Dies sei sicherlich nicht selbstverständlich.

Geschrieben von Marco Friz

Einsatzreiche Zeit für die Wieslocher Feuerwehr

Seit Anfang Februar zu zehn Einsätzen gerufen | Technische Hilfeleistung am häufigsten gefordert

Seit Ende Januar musste die Wieslocher Feuerwehr zu zehn Einsätzen ausrücken. Dabei waren die Frauen und Männer der Abteilung Wiesloch hauptsächlich mit technischer Hilfeleistung gefragt.

Begonnen hatte die kleine Serie mit einem gemeldeten LKW-Brand auf der Autobahn und einem Paralleleinsatz in der Kernstadt. Der Lastwagen auf der A 6 musste durch frühzeitig eingeleitete Löschmaßnahmen des Fahrers lediglich gekühlt und mit der Wärmebildkamera kontrolliert werden. Beim Paralleleinsatz im Berufsschulzentrum, zu dem auch die Abteilung aus Frauenweiler hinzukam, war eine unsachgemäß eingesetzte Popcornmaschine ursächlich. Nach kurzer Zeit konnten beide Einsätze beendet werden. Langwieriger gestaltete sich der Hangrutsch am 1. Februar. In Baiertal lösten sich Gesteinsbrocken aus einem Hang und durchschlugen eine angrenzende Garagenanlage. Die Abteilungswehr aus Baiertal leuchtete den Bereich aus und sicherte die Einsatzstelle ab. Weitere Beleuchtungsmittel lieferte die Kernstadtabteilung mit dem Rüstwagen. Geologen begutachteten die Örtlichkeit und leiteten gemeinsam mit der Stadtverwaltung weitere Maßnahmen ein.

In der Wochenmitte musste die Feuerwehr gleich zu zwei Einsätzen an einem Tag ausrücken. Während die Einsatzkräfte am Mittwoch Morgen zu einem Verkehrsunfall auf die Landesstraße 723 gerufen wurden, mussten sie am gleichen Abend zu einem Wassereinbruch in die Hauptstraße ausrücken. Beim Verkehrsunfall genügte das Umsetzen eines Lastwagens, der einen Kleinwagen an die Leitplanke gedrückt hatte. Hingegen musste der vollgelaufene Keller aufwendig ausgepumpt werden. Dort standen rund einhundert Quadratmeter Fläche fast knöchelhoch unter Wasser. Ganze zwei Stunden Einsatz waren nötig, um die Räumlichkeiten „trocken zu legen“. Am Folgetag riefen die Funkmeldeempfänger erneut die Mannschaft in den Einsatz. Südlich des Bahnhofs Wiesloch-Walldorf ereignete sich ein Bahnunfall mit Personenschaden. Dort waren umfangreiche Beleuchtungsmaßnahmen nötig. Gemeinsam mit der Abteilungswehr aus Frauenweiler und dem Technischen Hilfswerk Wiesloch-Walldorf wurden diese Arbeiten durchgeführt. Zusätzlich musste der betroffene Zug geräumt und die Fahrgäste zum Bahnhof begleitet werden.
Auch am Wochenende kehrte für die Feuerwehr keine Ruhe ein. Freitags alarmierte die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar zu zwei Notfalltüröffnungen im Stadtgebiet. In beiden Fällen ging es den Wohnungsinhabern jedoch gut, sodass lediglich eine Eingangstüre mit Spezialwerkzeug geöffnet werden musste, um sich nach dem Wohlbefinden der Person zu erkundigen.

Zum letzten Einsatz wurden die Kräfte der Abteilung Wiesloch in der Nacht zu Sonntag gerufen. In der Alten Heerstraße entdeckten Passanten eine männliche Person, die Zuflucht in einem Altkleidercontainer gesucht hatte. Der Mann musste sich zuvor wohl mit aller Kraft in die Einwurföffnung des Containers gezwängt haben, um dort zu schlafen. Abhilfe schaffte in diesem Fall die Demontage von Teilen des Altkleidercontainers. Hierzu setzte die  Besatzung des Rüstwagens verschiedene Werkzeuge ein. Der Mann wurde nach seiner Befreiung in die Obhut von Rettungsdienst und Polizei übergeben.

Siehe auch der Bericht in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 10.02.2015 (Link).

Geschrieben von Marco Friz

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Scheunenbrand im Ortskern von Malsch

In der Ortsmitte von Malsch brannte am Nachmittag des 26.02.2014 eine Scheune bzw. Gerätehalle in voller Ausdehnung. Das Feuer, das in den untergestellten landwirtschaftlichen Geräten, darunter 3 Traktoren, sowie einem Dieseltank reichlich Nahrung fand und schnell um sich griff, drohte auf die angrenzenden, teilweise direkt angebauten Gebäude überzugreifen.

Kurz vor 16.30 folgte die Alarmierung der Feuerwehr Malsch, die innerhalb kürzester Zeit mit ihren drei Einsatzfahrzeugen am Schadensort eintraf. Während die Besatzung des LF 8/6 aus nördlicher Richtung von der Hauptstraße einen Löschangriff vortrug bzw. die Nachbarbebauung abschirmte, leitete die Besatzung des StLF 10/6 einen Löschangriff von der Südseite her ein. Die getroffenen Maßnahmen wurden wenig später auf der Hauptstraße von der Feuerwehr Wiesloch mit einem kompletten Löschzug (DLK 23/12, TLF 20/40 SL, LF 20/16 sowie der Feuerwehr Rettigheim mit deren HLF 20/16 unterstützt. Dabei wurde der Brand mit dem Wenderohr der DLK von oben unterstützt. Auf der Südseite kam die Feuerwehr Malschenberg mit ihrem LF 8/6 zum Einsatz, um die Brandbekämpfung bzw. Riegelstellung zu verstärken. An einen Innenangriff, um die abgestellten Fahrzeuge und Geräte zu retten, war leider zu keinem Zeitpunkt zu denken, da die Flammen bereits alles Inventar und den gesamten Dachstuhl erfasst hatten. Das erhöhte Vorsicht angebracht war, wurde spätestens klar, als der südliche Giebel unter lautem Krachen nach Außen stürzte. Die auf der Südseite eingesetzten Trupps blieben glücklicherweise unversehrt, da sie sich außerhalb des Trümmerschattens aufhielten.

Zeitnah wurde die Führungsgruppe des Unterkreises Wiesloch alarmiert, die der örtlichen Einsatzleitung mit dem ELW/VRW der Feuerwehr Wiesloch assistierte. Zum gleichen Zweck waren auch Kreisbrandmeister Peter Michels mit seinen beiden Stellvertretern Kurt Lenz und Udo Dentz an die Einsatzstelle geeilt. Zusätzliche Atemschutzgeräte wurden mit dem GW-Transport der Feuerwehr Wiesloch herangeschafft.
Die Besatzung eines Rettungswagens der Wieslocher Malteser kümmerte sich um zwei Anwohnerinnen, die über Kreislaufprobleme klagten bzw. Brandrauch inhaliert hatten. Wegen des erheblichen Brandrauchs, der aufgrund der Wetterlage nur schlecht nach oben abzog, wurde die Feuerwehr Rauenberg mit dem GW-G alarmiert, um Rauchgasmessungen durchzuführen.
Ebenfalls an die Einsatzstelle beordert wurden die Führungskräfte des THW-Ortsverbands Wiesloch/Walldorf sowie ein Bausachverständiger des THW-Ortsverbands Ladenburg. Von den angedachten Abstütz- bzw. alternativ dazu möglichen Abbruchmaßnahmen wurde letztlich aber Abstand genommen.

Während der Einsatzmaßnahmen sperrte die Polizei die Ortsdurchfahrt Malsch (Hauptstraße) über mehre Stunden. Auch die parallel dazu verlaufende Kolpingstraße musste gesperrt werden, da hier die o.g. Einheiten des südlichen Einsatzabschnitts zugange waren.

Bilder: Björn Dobroschke, Feuerwehr Rauenberg-Malschenberg
Video: hier, morgenweb.de

Geschrieben von Ludwig Sauer

Zwei fast zeitgleiche Einsätze beschäftigten die Feuerwehr

Ein schwerer Verkehrsunfall mit acht Verletzten sowie ein Garagenbrand hielten die Einsatzkräfte am Montagabend in Atem

Am Montagabend hielten zwei fast zeitgleich gemeldete Notrufe die Wieslocher Feuerwehr in Atem. Zunächst wurden die Einsatzkräfte um 18:25 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 6 alarmiert – gegen 18:40 Uhr rief sie dann ein Zimmerbrand im Stadtteil Baiertal auf den Plan.
Kurz vor dem Walldorfer Kreuz, in Fahrtrichtung Mannheim, war durch bisher ungeklärte Umstände ein Kleinbus umgestürzt. Mehrere Insassen wurden durch die enorme Wucht aus dem Fahrzeug heraus auf die Fahrbahn geschleudert. Aufgrund der eingehenden Notruf-Meldungen entsandte die Leitstelle Rhein-Neckar daraufhin zahlreiche Rettungsmittel zur Unfallstelle. Dies stellte sich vor Ort als richtige Entscheidung dar, waren doch insgesamt acht Personen infolge des Unfalls leicht bis schwer verletzt worden. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst versorgte die Feuerwehr die zahlreichen Unfallopfer. Daneben wurde der Brandschutz an der Unfallstelle sichergestellt, Betriebsstoffe aufgenommen und die Fahrzeugbatterie abgeklemmt.

Fünf Notärzte, mit drei Rettungshubschraubern und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen sowie fünf Rettungswagen waren insgesamt nötig, um die medizinische Versorgung und den Transport zu meistern.  Ein leitender Notarzt und ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst koordinierten den Rettungseinsatz. Zur Unfallaufnahme und Ursachenermittlung kamen die Autobahnpolizei und ein Gutachter zum Einsatz. Kreisbrandmeister Peter Michels machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und unterstützte die Einsatzleitung der Feuerwehr. Insgesamt forderte der Unfall damit ein Aufgebot von rund 50 Einsatzkräften, die etwa zwei Stunden beschäftigt waren. Hinter der Einsatzstelle bildete sich ein kilometerlanger Rückstau, der sich erst Stunden nach dem Unfall aufzulösen begann.
In Baiertal war währenddessen ein Zimmerbrand gemeldet worden. In einer Garage im Untergeschoss des Gebäudes geriet Inventar in Brand, welches sich unter starker Rauchentwicklung in der Sinsheimer Straße bemerkbar machte. Die Abteilungsfeuerwehren aus Baiertal und Schatthausen waren bereits wenige Minuten nach dem Alarm vor Ort. Unterstützt wurden sie dabei durch die Drehleiter aus Wiesloch, die mit den verbliebenen Einsatzkräften aus der Kernstadt-Wache anrückte. Rasch konnten die Flammen in der Garage  bekämpft werden. Dabei kamen der Feuerwehr frühzeitig eingeleitete Löschversuche der Bewohner zu Gute. Weitere Arbeiten bestanden in der Belüftung des Anwesens und der Kontrolle auf  unentdeckte Brandausbreitung mittels Wärmebildkamera. Ein Bewohner begab sich im Anschluss selbst in Behandlung eines Arztes.

Während die drei Abteilungswehren durch Unfall und Feuer schwer beschäftigt waren, ging ein weiteres Löschfahrzeug aus Frauenweiler zur Sicherstellung des Brandschutzes für die Gesamtstadt  in Bereitstellung. Auch beim zweiten Einsatz des Abends waren mehr als 40 Helferinnen und Helfer gefordert. Besonders hier zeigte sich aufs Neue, wie wichtig und schlagkräftig eine dezentral aufgestellte Gesamtfeuerwehr mit einer Abteilungsfeuerwehr je Stadtteil ist.

Bildquelle: René Priebe, PR-Video – Bilder 1,2 und 4

Geschrieben von Marco Friz

Bildquelle: René Priebe, PR-Video

Bildquelle: René Priebe, PR-Video

Bildquelle: René Priebe, PR-Video

Bildquelle: René Priebe, PR-Video

Wieslocher Feuerwehr war im Dauereinsatz

Unwettereinsätze und weitere Alarme beschäftigten die Feuerwehr seit Freitag Nachmittag

Bereits die Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes ließen am vergangenen Donnerstag nichts Gutes vermuten: Dauerregen bis Samstag, den 01. Juni, mit Regenmengen von mehr als 50 Litern pro Quadratmetern lautete die Erwartung der Meteorologen.
Gedanklich machten sich die Feuerwehren der Region sowie im gesamten Süden und Osten der Republik auf ein anstrengendes Wochenende gefasst.

Zum ersten Alarm für die Abteilungswehren Wiesloch und Baiertal kam es bereits am Freitagnachmittag gegen 15 Uhr. Durch den Dauerregen trat in Dossenheim der Mühlbach über den Deich. Ein angrenzendes Wohngebiet wurde überflutet, der Deich selbst durch die Wassermassen beschädigt. Eilig mussten Sicherungsmaßnahmen des Deiches eingeleitet, Keller leergepumpt und weitere Schäden behoben werden. 
Neben der örtlichen Wehr kamen zahlreiche Feuerwehren aus dem ganzen Rhein-Neckar-Kreis sowie Einheiten des THW zum Einsatz. Aus Wiesloch und Baiertal wurden Kräfte mitsamt Mannschaftstransportwagen angefordert, um die aufwendigen Arbeiten vor Ort zu unterstützen. Wie bei solchen Großschadenslagen üblich, wurde Hand in Hand zusammengearbeitet, um Schäden einzugrenzen.
Fast parallel zum ersten Einsatz forderte das Führungs- und Lagezentrum des Rhein-Neckar-Kreises weitere Einheiten von Feuerwehr und THW für den Transport von Sandsäcken aus dem gesamten Kreisgebiet nach Weinheim an. Dort war der Flußpegel der Weschnitz durch den Dauerregen bedrohlich angestiegen. Der Deich des Gewässers wies bereits erste Schäden auf, wodurch Wasser austreten konnte. Die Weinheimer Feuerwehr sicherte und kontrollierte bereits den Deich. Um auf weitere Schäden und alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, wurden deshalb zusätzliche Sandsäcke angefordert. 
Aus Wiesloch wurde der Gerätewagen Transport entsandt, um in Walldorf Nachschub aufzunehmen. Die Kameraden aus der Astorstadt hatten in einem Betrieb rund 950 Sandsäcke gefüllt und diese auch mit dem eigenen Transportwagen nach Weinheim gebracht. Dort wurde die „Fracht“ an einem zentralen Sammelpunkt abgeladen.

In Wiesloch und Baiertal selbst rückten die Kräfte ab Samstagvormittag aus. Während in der Kernstadt ein Keller in der Beethovenstraße unter Wasser stand, hatte es in Baiertal ein Gebäude schwerer in Mitleidenschaft gezogen. Dort war ein Baum auf eine Stromleitung gestürzt, drückte diese nieder und hob in der Folge einen Dachständer samt Dach aus den Verankerungen. Nachdem vom Energieversorger der betroffene Bereich stromlos geschaltet wurde, konnte die Feuerwehr den Baum entfernen und für eine provisorische Abstützung des Daches sorgen. Mit Bauspriesen des Rüstwagens wurde das Dach abgestützt und mittels Folie vor weiteren Witterungseinflüssen geschützt. Zu diesen Arbeiten wurde auch die Wieslocher Drehleiter herangezogen.

Noch während der Arbeiten in Baiertal erfolgte der nächste Notruf für die Einsatzkräfte. Mit dem Alarmstichwort „Verkehrsunfall – PKW überschlagen“ führte dieser Alarm auf die BAB 6 in Fahrtrichtung Heilbronn. Möglicherweise bedingt durch die Witterung kam dort ein PKW von der Fahrbahn ab und überschlug sich im angrenzenden Grünstreifen. Aus Wiesloch rückten die noch im Feuerwehrhaus befindlichen Kräfte unverzüglich mit den ersten Fahrzeugen auf die Autobahn aus, vom Einsatz in Baiertal wurde der schwere Rüstwagen abgezogen, der nun ebenfalls zum Verkehrsunfall hinzufuhr. Beim Eintreffen der Helfer waren die Insassen bereits aus dem Fahrzeug befreit und wurden vom Rettungsdienst versorgt. Die Batterie des BMW wurde abgeklemmt, anschließend konnte die Einsatzstelle an die Autobahnpolizei übergeben werden. Doch schon die Rückfahrt ins Gerätehaus wurde durch den nächsten Auftrag unterbrochen. Ein Baum neben der A 6 ragte bedrohlich in die Fahrbahn und wurde daher von der Mannschaft des Rüstwagens entfernt.
Es folgten zahlreiche weitere Einsätze aufgrund vollgelaufener Keller, unterbrochen vom Brandmeldelalarm in einem Baumarkt und einer großflächigen Fahrbahnverschmutzung in Altwiesloch. Der Einsatz im Baumarkt erwies sich glücklicherweise als Fehlalarm, ausgelöst durch einen Defekt in der Sprinkleranlage. Am Sonntag folgten zwei Türöffnungen und ein weiterer vollgelaufener Keller.

Bis Sonntagmittag zählte die Feuerwehr in Wiesloch 16 Einsätze, in Baiertal mussten die ehrenamtlichen Kräfte drei Mal tätig werden, in Schatthausen ebenso drei Mal  – nicht mitgezählt Kontrollfahrten der zahlreichen Bäche.
Erwähnenswert findet die Feuerwehr die Reaktionen von Unwetter-Geschädigten, die sich überwiegend sehr freundlich für die Arbeit bedankten. Zum Teil wurden die Helfer mit Getränken und Essen versorgt und Bilder für die Einsatzdokumentation bereitgestellt. 


Wir danken den FeuerwehrenWalldorf und Familie Schwarz, die uns einen Teil der Bilder zur Verfügung gestellt haben.

Geschrieben von Marco Friz

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10 Einsätze innerhalb von 3 Tagen

Schon länger liegt eine derartige Einsatz-Serie für die Wieslocher Feuerwehr zurück, wie sie Ende der vorvergangenen Woche stattgefunden hatte.
Ganze zehn Einsätze beschäftigten die Wehrleute seit Donnerstag, den 31.01.2013. Gegen Nachmittag wurden die Einsatzkräfte mit der Meldung „Technische Hilfe 3 – Verkehrsunfall“ alarmiert. Für die angerückten Helfer stellte sich heraus, dass in Schlossstraße ein Radfahrer angefahren wurde. Nachdem das Unfallopfer bereits von der Polizei zwischen zwei PKWs befreit war, vom Rettungsdienst eilig versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurde, begab sich die Feuerwehr schnell auf den Rückweg in die Rettungswache.
Die Hoffnung schnell wieder zum Alltagsgeschehen zurückkehren zu können, war jedoch etwas  zu vorleilig: Circa eine Stunde später erfolgte ein erneuter Alarm, um mit dem Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter Überlandhilfe in Malsch zu leisten. Zu diesem Zeitpunkt dachten viele Feuerwehrleute wohl noch an nichts Schlimmeres. Die Lage in Malsch spitzte sich allerdings immer weiter zu, sodass die Leitstelle die komplette Abteilung Wiesloch alarmierte. So allmählich wurde dem Einzelnen bewusst, dass es sich nicht mehr um eine übliche „Lappalie“ zu handeln schien: In Malsch standen zwei Lagerhallen einer Ziegelfirma im Vollbrand. Abgesehen von der enormen Größe des Feuers und dem alarmierten Schlauchwagen, der bei einem solch großen Einsatz schon länger nicht mehr zum Einsatz gekommen ist, gibt es eine weitere Besonderheit dieses Brandes. Anfangs brannte die erste Halle, die Zweite erst etwas später, durch ein brennendes Fließband, das über der B3 lief und wie eine Zündschnur wirkte. Als man sich ein Bild des Ausmaßes machen konnten, wurde umgehend ein Vollalarm für den gesamten Unterkreis Wiesloch herausgegeben. Zudem kamen weitere Freiwillige Feuerwehren aus dem südlichen Rhein-Neckar-Kreis sowie die Berufsfeuerwehr Heidelberg zum Einsatz. Nach insgesamt sechs Stunden konnte „Feuer schwarz!“ gemeldet werden und die Wieslocher Einheit zurück in die Weinstadt fahren. 


Nach einer Stärkung im Gerätehaus begaben sich die meisten Einsatzkräfte endlich nach Hause. Doch auch in dieser Pause konnte man von keiner großartigen Erholung sprechen. Kaum im Bett gelegen, ertönte der Funkmelder schon wieder: Auf der Autobahn war der Reifen eines LKWs geplatzt, der dadurch außer Kontrolle geriet, die Mittelleitplanke mitriss und umfiel. Der Fahrer war glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Feuerwehr musste die Leitplanke demontieren.

Nachdem auch dieser Einsatz bewältigt war, meldete sich die Leitstelle ein weiteres Mal mit der Frage, ob sich noch Rettungskräfte im Feuerwehrhaus aufhielten. Die letzten Helfer begaben sich nach drei mehr oder weniger großen Einsätzen unmittelbar hintereinander auf den Vierten in Folge. Glücklicherweise war es für die Feuerwehr selbst nichts weiter Dramatisches: Ein Einbruch in Altwiesloch war zu verzeichnen und so musste die Tür gesichert werden. Völlig erschöpft und müde konnten sich die Zähesten unter den Feuerwehrleuten gegen 6 Uhr morgens endlich auf den wohlverdienten Heimweg machen. 
Kaum einigermaßen Schlaf nachgeholt, wurde die Wärmebildkamera zweimal hintereinander zur Ziegelfabrik nach Malsch gefordert, um erneut aufflammende Glutnester frühzeitig entdecken zu können. Samstags gerieten sogar wieder Holzspäne in Brand. Was danach folgte, war eine Reihe an Kleinalarmen, von denen es bis jetzt noch keine langfristige Erholung zu geben scheint.

Zu hoffen bleibt, dass der „Marathon“ langsam ein Ende findet. Glücklicherweise sind in allen erwähnten Einsätzen, insbesondere beim Großbrand, keine Todesopfer oder schwer Verletzte zu verzeichnen. Doch eine Tatsache wird jedem Feuerwehrmann auf’s Neue bewusst, wenn sich die Ereignisse wieder überschlagen: In der Feuerwehr muss man immer und zu jeder Tageszeit bereit sein zu helfen. Egal ob „Türe sichern“ oder Großbrand, fachliches Wissen und körperliche Fitness müssen auch nach wochenlanger Pause sofort abrufbar sein. Das macht dieses Ehrenamt so abwechslungsreich und spannend.


Information: In der Woche nach der Fertigstellung unseren Berichts wurden wir noch zu drei Verkehrsunfällen gerufen (Einsätze 21 bis 23). Bild Nr. 1 stammt von PR-Video. Wir danken für das Bereitstellen des Materials.

Geschrieben von Patrick Bader

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Einsatz der Feuerwehr gleich zwei Mal gefragt

In einer Trafostation in der Baiertaler Straße in Altwiesloch kam es am Montagabend gegen 19 Uhr zu einem folgenschweren Kurzschluss mit anschließendem Brand.

Während in einem Teil der Wieslocher Haushalte der Strom nur kurz weg war, blieben andere Objekte für längere Zeit ganz stromlos. Da die Straßenbeleuchtung ebenfalls abschaltete, war es in Wiesloch gespenstisch dunkel. Auch in der Feuerwache, in der die zu Hilfe gerufenen Feuerwehrleute kurz nach dem Alarm eintrafen, funktionierte nur die Notbeleuchtung. Dennoch verlief das Ausrücken der Einsatzfahrzeuge reibungslos und rasch waren die Helfer am Schadensort in der Baiertaler Straße. An der Trafostation selbst waren zu diesem Zeitpunkt von außen weder Rauch noch Feuer festzustellen. Allerdings hatten sich die Türen wie nach einer Verpuffung verbogen. Anwohner berichteten von einem heftigen Knall. Kohlendioxid- und Pulverlöscher wurden in Stellung gebracht und der Ereignisort abgesperrt. Nachdem ein Mitarbeiter der EnBW die Türen geöffnet hatte, konnte der Brand gelöscht werden. Da im nahegelegenen Senioren- und Pflegeheim Haus Silberberg nur die Notstromversorgung funktionierte und nicht abzusehen war, wie lange dieser Zustand andauern würde, ließ Stadtbrandmeister Peter Hecker vorsorglich die Schnelleinsatzgruppe „Brand“ des DRK-Ortsvereins Wiesloch alarmieren. Die erfahrenen Helferinnen und Helfer hätten das Pflegepersonal bei der Betreuung der Heimbewohner unterstützen können. Auch wurde ein Fachberater des THW Wiesloch-Walldorf hinzugezogen. Schneller als erwartet konnte die Stromversorgung jedoch wieder hergestellt werden. Durch die notwendig gewordene halbseitige Sperrung der Baiertaler Straße kam es unterdessen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Gerade als die DRK-Helfer wieder abrücken wollten, alarmierte die Leitstelle die Wieslocher Feuerwehr zu einem Küchenbrand in der Hesselgasse. Vor Ort angekommen, stellten die Einsatzkräfte fest, dass sich bereits alle Bewohner des Mehrparteienhauses in Sicherheit gebracht hatten. Schnell konnte auch die Ursache für den Rauch ausgemacht werden: Auf dem Herd befindliches Essen war angebrannt. Die Pfanne wurde von der Wärmequelle entfernt, das mittlerweile rauchfreie Zimmer sicherheitshalber durch Öffnen des Fensters belüftet. Auch hier kamen die DRK-Helfer unter Leitung von Thomas Erni zum Einsatz und kümmerten sich um die Bewohner des vom Brand betroffenen Hauses, die teilweise unter Schock standen.

Von Rotem Kreuz, Feuerwehr und THW waren 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zum Teil rund zwei Stunden im Einsatz.

Geschrieben von Ludwig Sauer